Wie die Druckindustrie heute schon auf künstliche Intelligenz von Xerox setzt

AI steht für Artificial Intelligence (künstliche Intelligenz), war der Titel eines nicht ganz so dollen Spielberg-Films – und brachte es auf Platz eins bei so ziemlich allen Umfragen nach den Top-Trends für das laufende Jahr 2018. Neben düsteren Prognosen, dass AI zum Verlust unzähliger Jobs führen und sehr bald schon völlig außer Kontrolle geraten könnte, war es das Unternehmen PricewaterhouseCoopers (PwC), welches das Thema mit etwas mehr Bodenhaftung versah: In seinen 2018 AI Predictions konstatierte PwC, dass 2018 das Jahr sein wird, in dem AI „gets to work“, also damit beginnt, wirklich produktiv zu werden.

Statt der finsteren Szenarien, welche die Headlines zahlloser Magazine und Blogs dominierten, wird sich künstliche Intelligenz laut PwC vor allem dort betätigen, wo keine Wunderdinge, sondern zuverlässige Basisfunktionalitäten benötigt werden: In der Automatisierung von Prozessen. Und damit wird sie auch und gerade für die Druckindustrie immer interessanter, für die Xerox heute schon eine Reihe von AI-Lösungen bereit hält.

Zunächst aber einmal eine Begriffsklärung. Per definitionem steht AI für die Fähigkeit einer Maschine, intelligentes menschliches Verhalten zu imitieren. Unter diese allgemeine Definition fällt ein riesiges Spektrum von Technologien, die wiederum in vier Kategorien gegliedert werden können:

  1. Maschinen können nur auf ein aktuelles Szenario reagieren und nicht auf Erfahrungswerte als Entscheidungsgrundlage zurückgreifen
  2. Maschinen „beobachten“ ihre Umgebung und treffen aufgrund dieser empirischen Werte Entscheidungen. In diese Kategorie fallen zum Beispiel autonom fahrende Autos
  3. In dieser Kategorie wird es futuristischer: AI ist hier in der Lage, Gedanken und Gefühle zu interpretieren und auf dieser Basis mit der Umwelt zu kommunizieren
  4. Im diesem fortschrittlichsten Szenario, welches heute noch Zukunftsmusik ist, entwickeln Maschinen schließlich ein eigenes Bewusstsein

Relevant sind heute eigentlich nur die ersten beiden Kategorien. Auch wenn es „nur“ vergleichsweise einfacher Erscheinungsformen künstlicher Intelligenz sind, das Umsatzpotenzial, dass sich auch die Druckindustrie dadurch erschließen kann, ist beträchtlich. Ob durch Effizienzsteigerungen von End-to-End Druckprozessen, durch die Anlage von Druckjobs, eine bessere Auslastung oder einen optimierten Service im Falle von Störungen – AI kann an sehr vielen Stellen segensreich wirken.

Drucker setzen heute künstliche Intelligenz dort ein, wo es bisher zu Flaschenhälsen in der Produktion kam. Dazu einige konkrete Anwendungsbeispiele, die Xerox schon seit einiger Zeit einsetzt:

  • Die smarte Algorithmen der Xerox FreeFlow Software können unterschiedliche Dokumenten-Layouts voneinander unterscheiden und so den anfallenden Papier-Abfall reduzieren
  • Im Bereich Direktmail und Kataloge hilft Xerox AI dabei, die über die Empfänger vorliegenden Daten so zu interpretieren, dass der Content automatisch auf individuelle Profile zugeschnitten werden kann
  • Xerox FreeFlow ist in der Lage zu erkennen, welche Druckmaschinen gerade ausgelastet sind und können neue Jobs automatisch verfügbaren Maschinen zuweisen
  • Xerox Drucker der iGen 5 Serie überwachen sich mit einer Vielzahl von Sensoren rund um die Uhr selbst. Dadurch sind sie in der Lage, notwendige Einstellungen selbständig vorzunehmen und so bestmögliche Druckergebnisse abzuliefern
  • Daten aus dem laufenden Druckbetrieb können an Xerox gesendet werden und dort mit AI-Technologien auf Optimierungspotenziale abgeklopft werden – und sehr bald schon wird es möglich sein, mittels predictive analytics einen Service schon dann zu veranlassen, bevor eine Maschine streikt.

Bis AI irgendwann dann tatsächlich ein eigenes Bewusstsein entwickelt und damit beginnt, wirklich seltsame Dinge zu tun, können wir uns ziemlich entspannt zurücklehnen und künstliche Intelligenz als das sehen, was sie heute ist: Eine sehr große Entlastung von Routinetätigkeiten und ein hervorragende Möglichkeit, mehrstufige Prozesse deutlich effizienter steuern zu können.

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