Siemens und Xerox – 2 Schwergewichte des 3D-Drucks kooperieren

Anfang April dieses Jahres veröffentlichte das US-amerikanische Marktforschungsinstitut Allied Market Research eine Prognose zur Entwicklung des 3D-Druck-Marktes bis zum Jahr 2030. Die Analysten kamen darin zum Ergebnis, dass die 3D-Druck-Industrie 2030 einen Umsatz von 94 Milliarden US-Dollar erwirtschaften werde. Ausgehend von den 13,2 Milliarden des Jahres 2020 entspräche das einer jährlichen Wachstumsrate von rund 22 Prozent.

Als die wesentlichen Treiber dieser rasanten Entwicklung identifiziert der Allied Market-Report unter anderem die mit der 3D-Druck Technologie erzielbare deutliche Reduzierung von Herstellungskosten, die Minimierung von Ausfallzeiten, die wesentlich effizientere Entwicklung kundenspezifischer Projekte sowie einen starken Anstieg staatlicher Investitionen.

Flüssigmetall-Technologie voll ausschöpfen
Zusätzliche Wachstumsimpulse entstehen in sich rasant entwickelnden, von hochinnovativen Technologien geprägten Märkten insbesondere durch die Zusammenarbeit bedeutender Player. Die jetzt bekannt gegebene Kooperation von Siemens und Xerox, zwei marktführenden Anbietern von 3D-Drucklösungen, ist dafür eines der jüngsten Beispiele.


Xerox ElemX 3D Drucker

Das Ziel der Kooperation besteht darin, die Möglichkeiten eines bestimmten Druckverfahrens, des Metall-3D-Drucks, voll auszuschöpfen. Die zentrale Rolle spielt dabei der Xerox ElemX-3D-Drucker mit seiner proprietären Flüssigmetall-Drucktechnologie, bei der durch die Verwendung von Draht anstelle von Pulvern kostspielige Anlagenmodifikationen und der Umgang mit gesundheitsgefährdenden Pulvern vermieden werden können. Durch die Integration der Siemens SINUMERIK 840D sl-Steuerungsplattform samt eingebetteter digitaler Zwillingstechnologie ist der ElemX-Drucker zu hochpräzisen Bewegungen und einem feinstmöglichen Materialauftrag in der Lage.

Zum produktiven Einsatz kommt die Lösung im Siemens Charlotte Advanced Technology Collaboration Hub (CATCH), welches mit einem großen Netzwerk von Maschinenbauern, Materiallieferanten und Endkunden an der Industrialisierung der additiven Fertigung arbeitet. Die Zusammenarbeit von Xerox und Siemens versetzt beide Unternehmen zusätzlich in die Lage, sich eng über Fortschritte von Digitalisierungslösungen und Automatisierungssoftware im Kontext verteilter Fertigungsmodelle auszutauschen.

Mit der Kooperationsvereinbarung ist Siemens zugleich der neueste Zugang beim Xerox Manufacturing Partner Network (MPN), einem weltweiten Netzwerk renommierter Innovatoren und Forscher aus unterschiedlichen Branchen und Disziplinen.

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