Think local, act digital!

Von Heiner van den Berg Sales Director Channel Expansion, European Channels Group Deutschland

„Vor-Ort sein“ ist immer noch das Alleinstellungsmerkmal des mittelständischen IT-Dienstleisters und -Fachhändlers, welches kein anonymer Cloudservice und kein Online-Shop ersetzen kann. Allerdings reicht bloßes „Sein“ nicht aus. Es ist schon extrem hilfreich, wenn man auch kund tut, dass man da ist. Genau da hakt es aber bei vielen stationären Anbietern. Die Anzeige im Lokalblatt und das Firmenschild am Ladeneingang waren vielleicht im letzten Jahrhundert geeignete Mittel, sich ins Rampenlicht zu stellen, heute sollten andere Wege beschritten werden.

Ein besonders effektiver Weg, potenzielle Kunden auf sich aufmerksam zu machen, ist das Web. Da die Suche nach einem neuen Dienstleistungspartner, einer neuen Lösung oder einem bestimmten Produkt fast immer im Web beginnt, wäre es geradezu fahrlässig, dort die Zügel schleifen zu lassen. Und: der Webauftritt kann heute genauso lokal wirken wie die Werbemaßnahmen in der Kohlenstoffwelt. Die eigene, möglichst für Suchmaschinen optimierte Homepage ist dabei nur der Anfang. Richtig erfolgversprechend wird es, wenn zusätzlich Plattformen genutzt werden, die eine lokale Suche unterstützen.

Das heutige Angebot von Websites und Apps, die gezielt Adressen und Daten nach dem Prinzip „Wo ist der nächste GettyImages_77059828Fachhändler im Umkreis von 50 KM, der ….. anbietet?“ ist nahezu unübersehbar. Aus dieser Flut von Diensten möchte ich Ihnen drei Angebote ans Herz legen, die ich für besonders interessant halte: der Google-Dienst „Places für Unternehmen“ ist nicht nur kostenlos und garantiert über die Nutzerzahl eine enorme Reichweite, dort können Sie auch den Radius festlegen, innerhalb dessen Sie bei einer Google Maps-Suche gefunden werden wollen. Und auch wenn Sie über Facebook vielleicht die Nase rümpfen – sind Sie sicher, dass das ein nach einem Lösungspartner suchender Unternehmensvertreter ebenfalls tut? Was sollte Sie also ernsthaft daran hindern, dort eine Firmenseite anzulegen? Und auch Facebook bietet die Möglichkeit, den Umkreis festzulegen, in dem ihre Botschaften empfangen werden können. Foursquare für Unternehmen ist ebenfalls eine sehr empfehlenswerte Plattform für all jene, die lokal gefunden werden wollen. Mit diesem Dienst können Sie sogar Kunden mit speziellen Angeboten zu sich locken: wer „eincheckt“, also auf seinem Smartphone den sogenannten „Ich bin hier Button“ drückt, könnte bei Ihnen etwa ein kleines Giveaway eines Ihrer Hersteller erhalten. Ok, ob das für einen Dienstleister, der sich auf das B2B-Geschäft mit Managed Services konzentriert hat, wirklich zielführend ist, sei einmal dahingestellt. Aber Interessenten für neue Drucker oder Tablets könnten Sie auf diese Weise schon sehr gut abholen.

Natürlich müssen Sie nicht gleich das volle Programm fahren, sondern probieren diese und weitere Dienste Schritt für Schritt aus. Aber wie auch immer Sie vorgehen: Ihr Risiko ist nicht hoch. Der „worst case“ besteht darin, dass Ihr Geschäft weiter läuft wie bisher …

Ihr Heiner van den Berg

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