Was Drucker mit dem Wetter zu tun haben

Hamburg, 8.30 Uhr, wieder mal Regen. Perfekter Halt fürs Haar – Drei Wetter Taft.
Zwischenstopp München, es ist ziemlich windig. Perfekter Sitz – Drei Wetter Taft.
Weiterflug nach Rom, die Sonne brennt. Perfekter Schutz – Drei Wetter Taft.

Für die etwas Älteren unter uns gehörte der Spot der Firma Schwarzkopf, mit dem sie ein jede Frisur in Stahlbeton verwandelndes Haarspray bewarb, zum täglichen Vorabendprogramm der Öffentlich-Rechtlichen. Seither war selbst Männern klar: Haar + Wetter = schwierig.

Weit weniger bekannt ist hingegen, dass das Wetter auch die Druckqualität stark beeinträchtigen kann. Verschwommene Hintergrundschattierungen, fehlerhafte Darstellung von Farben und weitere Probleme mit der Druckqualität können direkt mit den jeweiligen Umgebungsvariablen zusammenhängen, denen ein Drucker oder das zu bedruckende Papier ausgesetzt ist. So ist häufig eine hohe Luftfeuchtigkeit dafür verantwortlich, dass sich das Papier bei der Ausgabe wellt und Staus verursacht. Und bei Farbdruckern wirken sich Umgebungsbedingungen wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit sowie unterschiedliche Papiertypen unmittelbar auf die Fähigkeit eines Druckers aus, konsistente Farben zu erzeugen.

Die meisten Xerox Drucker und Multifunktionsgeräte verfügen über spezifische Parameter für bestimmte Umgebungsbedingungen. Diese Spezifikationen sind auf den Support-Seiten für das jeweilige Druckermodell unter www.support.xerox.com zu finden.

Im Allgemeinen wirkt sich eine Luftfeuchtigkeit von weniger als 20% oder mehr als 80% auf die Druckqualität aus und kann die Intensität der Hintergrundschattierung auf Ausdrucken erhöhen. Um eine optimale Druckqualität sicherzustellen, sollten Anwender also dafür sorgen, dass die  Betriebsumgebung des Druckers den jeweiligen Spezifikationen entspricht.

Weiteres Augenmerk erfordert das Papier. Es ist sehr empfindlich gegenüber Feuchtigkeit und so auch der Luftfeuchtigkeit, der es bei seiner Lagerung ausgesetzt ist. Bei der Herstellung von Papier legen die meisten Hersteller strenge Qualitätsstandards an, so etwas eine akribisch eingehaltene Luftfeuchtigkeit, die zwischen 25% und 50% liegt. Anschließend wird das Papier sorgfältig in eine Verpackung mit einer speziellen Beschichtung eingeschweißt, um den Feuchtigkeitswert des Papiers zu konservieren. In diesem Zustand eignet sich das Papier perfekt für Druckanwendungen. Wird es jedoch länger gelagert, ist dieser Idealzustand gewissen Schwankungen unterlegen.

Da Papier aus Holzfasern hergestellt wird, zeigt es ein ähnliches Verhalten wie andere Papierprodukte, etwa Papierhandtücher. Unsachgemäß bei hoher Luftfeuchtigkeit gelagertes oder benutztes Papier unterliegt Volumenveränderungen, kann sich verziehen, kräuseln, aneinanderhaften oder große Probleme beim Tonerauftrag verursachen.

In Monaten mit sehr hohen oder niedrigen Temperaturen oder in Umgebungen, in denen Klimaanlagen und Heizungen für eine außerhalb des Idealkorridors liegende Luftfeuchtigkeit sorgen, sollte also jeder, der Wert auf eine bestmögliche Druckqualität legt, dafür sorgen, dass sein Drucker in einer Umgebung operiert, in der diese auch erreicht werden kann. Denn leider ist das Drei-Wetter-Paper noch nicht erfunden.

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