Hilfe, wir brauchen eine App!

Von Heiner van den Berg Sales Director, European Channels Group Deutschland

Vor über einem Jahrzehnt hieß es in jedem Unternehmen: „Hilfe, wir müssen ins Internet!“. Heute lautet der Hilferuf in abgewandelter Form: „Schnell, wir brauchen eine App!“ Kein Zweifel, am Thema Mobile kommt niemand mehr vorbei. Aber: Es darf nicht Sinn und Zweck der Übung sein, einfach irgendeine App zu bauen, nur um eine zu haben. Grundvoraussetzung ist eine richtig gute Idee und eine mobile Strategie, die Gewinn verspricht und für mehr Effizienz sorgt – für Sie, Ihre Mitarbeiter und Ihre Kunden. 

Im Channel gibt es reichlich Potenzial für den Einsatz von Apps. Denken Sie zum Beispiel nur an Service-Mitarbeiter, die auf ihrem Tablet oder Smartphone direkt vor Ort beim Kunden technische Infos oder aktuelle Preise aus internen Datenbanken abfragen können, ohne dabei am PC sitzen zu müssen. Oder an den Mehrwert, den eine einen Filialfinder, einen interaktiven Produktberater und einen Web-Shop integrierende Smartphone-App für Ihre Kunden haben kann. Ich wette, allein Ihre Website hat schon sehr viele Bereiche, die sich ausgezeichnet in eine App verpacken lassen.

Auf dem Weg dahin stellt sich dann eine technische Frage, die sich sehr stark auf das Endergebnis auswirkt: Wollen oder brauchen wir eine native App, eine mobile Website oder eine hybride App? Wenn Sie jetzt nur Bahnhof verstehen, kein Problem, auch ich musste mir das erst mal erklären lassen. Native Apps werden für das jeweilige mobile Betriebssystem programmiert (zb. iOS oder Android). User müssen sie aus einem App-Store herunterladen und installieren, dafür ist die Bedienung nativer Apps in der Regel sehr komfortabel, auch ohne Internetzugriff möglich und es können die Stärken des Systems sowie der Hardware (Bewegungssensor, Ortung usw.) optimal genutzt werden. Leider ist die Entwicklung dieser nativen Apps oft teuer und aufwändig. 

Im Gegensatz dazu sind sogenannte Web Apps „nur“ für Mobilgeräte optimierte Webseiten, die im Browser laufen und dank HTML 5 fast alles können, was native Apps leisten. Ständig aktualisierte Inhalte sind einfach zu realisieren, alles kann auf dem eigenen Webserver laufen und der Besuch eines App Stores ist überflüssig. Die Einschränkung: Offline geht fast nichts. 

Und dann gibt es noch den Mittelweg der Hybriden. Dabei ist ein Teil HTML, der andere Part ein „richtiges“ Programm. Das kombiniert viele Vorteile der beiden anderen Varianten, erfordert aber eine technische „Brücke“ zwischen beiden Bestandteilen, die entweder in Eigenregie programmiert werden muss oder als gebrauchsfertige Lösung (etwa PhoneGap) bezogen werden kann. 

Eine pauschale Empfehlung für eine der drei genannten Möglichkeiten kann nicht getroffen werden, die optimale Variante hängt ganz vom jeweiligen Projekt ab. Und um Ihre mobile Strategie nicht gleich an dieser ersten Hürde scheitern zu lassen, ist die Beratung durch einen erfahrenen App-Entwickler absolute Pflicht. 

Und noch ein Tipp zum Abschluss: Mit dem im Rahmen unserer ConnectKey Systeme angebotenen Xerox App Studio ist für unsere Vertriebspartner die Entwicklung von Apps zur Beschleunigung täglicher Arbeitsprozesse bei ihren Kunden besonders komfortabel. 

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